Atemtherapie in Dortmund
Was ist Atemtherapie?
Der Erfahrbare Atem
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Frau Prof. Ilse Middendorf (1910 - 2009)  war mehr als 60 Jahre in der Atemtherapie tätig und begründetete die Lehre des Erfahrbaren Atems.
Nach Ausbildungen in Gymnastik, Tanz und verschiedenen Formen der Leibestherapie war sie auf der Suche nach mehr „Unmittelbarkeit im Anschluss an die menschliche Wirklichkeit“, die sie in ihrer Bewegungsarbeit vermisste. Weder die zweck- und zielgerichteten Techniken, noch stark willensausgerichteten Methoden, die sie kennenlernte, überzeugten sie. Erst im Atem selbst fand sie jene Fülle und Substanz, nach der sie lange gesucht hatte. Nicht das Denken, nicht der Wille, nicht das „Muss“ stehen im Zentrum dieser Atemarbeit, sondern das achtsame „Geschehen-lassen“ des Atems.
Sie fand für ihren Zugang zum Atem die Formel:
„Ich lasse meinen Atem kommen, ich lasse ihn gehen und warte, bis er von selbst wiederkommt.“.
Ihre auf dieser Grundlage aufgebaute, erweiterte und differenzierte Atemlehre nannte sie den „Erfahrbaren Atem“.


Eine wesentliche Zielsetzung des Erfahrbaren Atems ist es, den Menschen in einem Prozess der Selbsterfahrung  an seinen ureigenen Atemrhythmus heranzuführen und diesen zu stabilisieren. Der Atem wird dann zu einer Kraftquelle des Leben, die auch in Krisen und Belastungssituationen nicht versiegt.
Was so selbstverständlich erscheint – nämlich das Zulassen des natürlichen Atems  in seinem ursprünglichen Rhythmus- ist den meisten Menschen verloren gegangen. Im Alltag verläuft der Atem meist unbewusst, wir spüren ihn nur selten, zum Beispiel wenn wir nach einer körperlichen Anstrengung „außer Atem“ sind, auch wenn wir erschrecken und unser Atem „stockt“ oder wir ihn in Situationen großer Anspannung und Angst „anhalten“.
In der Atemtherapie lernt der Mensch seinen Atem zunächst einmal als leibliche Bewegung kennen. Den eigenen Atem ohne willentliche Beeinflussung „kommen zu lassen“, ihn ohne „aufzuhalten“ wieder „entströmen zu lassen“ und zu warten „bis er von selbst wieder kommt“, ist eine der Grundlagen. Ohne „Tun“ zu müssen, ohne technische Hilfsmittel und Atemtechnik wird das Atemgeschehen in seinem ungestörten Ablauf erfahren. Im Laufe dieser Arbeit, die mithilfe einer Vielzahl von Übungen an die jeweiligen Bedürfnisse des Menschen angepasst wird, erweitert sich die Fähigkeit, auf körperliches und seelisches Empfinden aufmerksam zu werden. Mit geduldigem Üben werden auch Spannungen und „Fehlhaltungen“ bewusst, die sich verändern und lösen können wenn mit zunehmender Atemkraft der zugelassene Atem auch sie erreicht. Selbstheilungskräfte werden aktiviert.

Der Erfahrbare Atem umfasst Einzelstunden und Gruppenarbeit.